Das schwierigste an einer solchen Beziehungsform ist wohl die Konstanz zu halten. Keiner verlangt jeden Tag eine Session, oder ein ständiges rumlaufen in entsprechenden Klamotten.
Doch ohne die kleinen Dinge, die realen SM im Alltag ausmachen, wird es alles sehr schwer. Gerade wenn ich an den Anfang des Jahres denke, denn da war irgendwie viel mehr. Gut, jetzt ist das normale Arbeitsleben wieder da, doch das kann allein nicht als Grund dienen.
Sicher mache ich auch nicht alles richtig, doch als devoter Part ist es in meinen Augen auch etwas schwerer. Dinge einzufordern entspricht nicht der gewollten Rollenverteilung. So versuche ich die kleinen Dinge weiterhin mit der notwendigen Begeisterung auszuführen, in der Hoffnung das es entsprechend wohlwollend zur Kenntnis genommen wird.
Der Tisch wird gedeckt und anschließend abgeräumt, ein leeres Glas wird automatisch nachgeschenkt, oder ich frag sie ob und was sie jetzt gern trinken möchte. Die tägliche Massage und sicher noch dies und jenes. Alles kleine Dinge, für die wir Subs doch noch eines wollen, ein kleines glitzern in den Augen.
Auf dies zu verzichten, das ist schon nicht einfach. Denn so stellt sich schnell die Sinnfrage, warum dies alles machen, doch ich kann auch nicht dauern bespaßt werden. So läuft das Spiel nun auch nicht.
Derzeitiges und eigentlich auch das immer wiederkehrende Hauptproblem ist das etwas gesagt, aber nicht gemacht wird. Jeder Sub verliert die Lust, wenn ihm etwas angedroht wird, es dann aber nicht passiert. Ich sehen mich nach Strenge, Konsequenz und Dominanz. Ein Fehlverhalten, aus welchem Grund auch immer, ist mein Fehler, den es zu ahnden gilt. Ein "hättest Strafe verdient" ist da nicht förderlich.
So gab es diese Woche auch wieder zwei Situationen, wo Strafe tatsächlich angekündigt wurde, doch abends dann nichts passierte. Da sitzt Du dann als Sub auf heißen Kohlen und wartest und wartest und wartest..........
Doch ein Blick in ihr Gesicht macht Dir klar, sie denkt nicht mal an die Strafe, die sie am Nachmittag noch für notwendig hielt.
Das Experiment ist damit sicher bei uns noch nicht am Ende, aber sicher an einem wichtigen Punkt. Wir werden darüber reden müssen, wobei wir beide jetzt schon um die wichtigen Dinge wissen, nur müssen sie uns ständig bewußt sein, und auch mit Leben gefüllt werden.
Morgens sind vier Wochen rum, mal sehen was wir rückblickend dazu sagen.
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